Apfel

Tanja Hammerl - Apfel Blüte
Wenn die Apfelbäume blühen hält der Frühling Einzug. Die Apfelblüte ist im Frühjahr eine Augenweide und die Bienen freuen sich ebenso.

Der Deutschen liebstes Obst ist der Apfel. Das deutschestes aller Obstsorten möchte man fast glauben, dennoch kommt der Apfel ursprünglich aus Asien. Schon vor 10000 Jahren wurde er in Kasachstan angebaut und fand erst in der Antike seinen Weg nach Europa.

Wer einen Garten sein eigen nennt pflanzt in der Regel als erstes einen Apfelbaum. Unzählige Sorten haben sich im Laufe seiner Geschichte entwickelt, süße und saure Sorten mit roten, grünen und gelben Schalen und auch in der Lagerfähigkeit bzw. im Anbau gibt es diverse Unterschiede. Auf alle einzugehen würde diesen Rahmen sprengen, einen Einblick in alte Apfelsorten findet man aber auf https://www.alte-obstsorten.de/sortenuebersicht.html#apfel.

In manchen Jahren tragen die Bäume so reichlich, dass man die Äste abstützen sollte, damit sie nicht brechen.

Warum alte Apfelsorten? Alte Apfelsorten sind meist wesentlich verträglicher für Alergiker, außerdem enthalten sie mehr Vitamine, Spurenelemente und sekundäre Pflanzenstoffe und schmecken zudem sehr viel aromatischer. Es sind die Polyphenole wie Hydroxyzimtsäurederivate, Dihydrochalkone, Flavan-3-ole und Flavonole die den Apfel so verträglich machen. Der Werbung zum Trotz sollte man also lieber zu einer alten Sorte greifen.

„An Apple A Day Keeps The Doctor Away“ ist ein altes englisches Sprichwort, es war also schon früher bekannt, dass der Genuss eines Apfels der Gesundheit zuträglich ist. Dass er nicht nur gesund, sondern auch lecker ist, wissen wir längst. Und er lässt sich auch zu allerlei Köstlichkeiten weiterverarbeiten. Etwa Saft, Kuchen, Kompott oder Bratäpfel sind aus unserer Küche nicht wegzudenken. Auch zu deftigen Speisen gehört er als Füllung der Ente, im Kraut oder als Relish zum Beispiel. Selbst in den Salat kann er geraspelt und genossen werden. Auch Apfelchips werden als gesundes Snack zum Fernsehabend immer beliebter.

Süß und saftig locken sie zu einem herzhaften Biss.

Der Apfelbaum mag es sonnig und luftig, dann bleibt er gesund ist weniger anfällig für Pilzkrankheiten oder Fäulnis. Luftig heißt in diesem Falle nicht zu eng pflanzen und regelmäßig schneiden. Wassertriebe gehören raus und die Äste sollen nicht aneinander reiben. Auch abgestorbene Zweige und Äste gehören rausgeschnitten. Zum düngen empfehle ich Grünschnitt in Form eines Ringes um den Stamm. Einfach nach dem Mähen ausbringen. Aber mit einem Abstand etwa von 20 cm zum Stamm, damit sich keine Fäulnis direkt am Stamm bilden kann.

Beim Ernten der Äpfel sollte man noch beachten, dass die Früchte sehr empfindlich sind. Also vorsichtig pflücken und nicht einfach in die Kiste werfen, sie bekommen sonst braune Stellen und lassen sich nicht mehr so lange lagern. Zum Entsaften eignet sich auch Fallobst, jedoch ohne faule Stellen. Wer die Äpfel schon eine Weile vor dem Termin zum Saft pressen geerntet hat sollte diese noch mal prüfen und gegebenenefalls aussortieren bevor sie in die Entsaftung gehen, dann hält der Saft länger.