Boden

Bei der Gartengestaltung wählen wir meist Pflanzen, die nicht einfach wild an dieser Stelle wachsen würde. Wir wählen diejenigen, die uns gefallen oder uns von Nutzen sind. Die Ansprüche an den Boden sind also unterschiedlich und leiten sich davon ab, wo diese Pflanzen natürlich wachsen würden.

Der Apfel etwa kommt ursprünglich aus Zentral- und Westasien. Kartoffeln, Tomaten, Paprika stammen aus Südamerika. Die Kirsche hingegen ist eine der wenigen Gewächse, die schon seit Urzeiten hier heimisch waren.

Bergregionen, Wüstenregionen, Küstenregionen, Moorgebiete, Waldgebiete, Steppenlandschaften, Flußlandschaften und Auen, sie alle bieten den dort heimischen Pflanzen ganz eigene Bedingungen. Auch in heimischen Gebieten gibt es unterschiedliche Bodenverhältnisse für die Pflanzen.

Einige mögen es karg, sandig andere üppig und humos. Einige mögen es sauer, andere dagegen kalkig. Auch gibt es Unterschiede in der Bewirtschaftungsintensität. Für Klee macht es zum Beispiel einen Unterschied ob man auf ihn tritt, oder nicht. Auch unterscheidet man Flachwurzler und Pfahlwurzler, hier gilt es darauf zu achten, wieviel Bodentiefe der Pflanze zur Verfügung steht.

Der Boden entscheidet also ebenfalls, welche Pflanzen zusammen in welcher Ecke des Gartens gedeihen können und sich wohlfühlen. Hortensien, Rhododendren, Bauerneibisch oder Blaubeeren mögen gerne sauren Boden. Pfirsich, Clematis, Christ- oder Lenzrosen hingegen bevorzugen es kalkig. Es macht also wenig Sinn, eine Clematis zwischen Hortensien zu pflanzen, denn beiden gleichzeitig kann man es nie Recht machen. Je nachdem welches Milieux dominiert, würde die andere Pflanze vor sich hinkümmern.

Wer jetzt an eine teure Bodenanalyse durch den Fachmann denkt um herauszufinden was sein Boden benötigt, den kann ich beruhigen. Wie ich schon mal sagte, die Natur ist was faszinierendes und so gibt es sogenannte Zeigerpflanzen oder Indikatorpflanzen, die uns zeigen, wie es im Boden aussieht. Es sollten aber schon mehrere sein, nicht nur ein einziges Exemplar das sich verirrt hat.

Vogelmiere ist ein Hinweis auf reichlich Stickstoff im Boden

Brennnesseln etwa sind ein Hinweis darauf, dass der Boden Stickstoffreich ist. Genau wie Melde, Vogelmiere, Giersch, Franzosenkraut, Kletten-Labkraut, Kohl-Gänsedistel, Eselswolfsmilch, Hirtentäschel, Ehrenpreis oder Weißer Gänsefuß.

Braucht der Boden dagegen Dünger, zeigt sich das durch Pflanzen wie Wilde Möhre, Ackerfuchsschwanz, Mauerpfeffer, Breitblättriger Hohlzahn oder Rauhaarige Wicke.

Bei www.bio-gaertner.de finden Sie eine umfangreiche Listung von Zeigerpflanzen für den Boden.