Kapuzinerkresse

Ursprünglich in Süd- und Mittelamerika beheimatet ist die große Kapuzinerkresse heute bei uns eine beliebte Zier-, Küchen- und Heilpflanze. Sie ist unproblematisch in der Aufzucht und ziert üppig jeden Balkon und Garten. Auch sie ist hervorragend für Garteneinsteiger geeignet.

Die Kapuzinerkresse kombiniert leuchtend orange Blüten mit einer aparten Blattform.

Ihre Samen erinnern an schrumpelige Erbsen und sind fast überall zu bekommen. Ab April etwa können sie direkt ins Freie gesät werden und zeigen das erste Grün bereits nach zwei Wochen. Sie bevorzugt einen sonnigen Standort, erwartet Sonne aber nicht den ganzen Tag. Sie mag humosen, nährstoffreichen, feuchten Boden.

Botanisch gehört die Kapuzinerkresse zu den Kreuzblütlern. Ihre Blätter sind samtartig wasserabweisend (Lotuseffekt). Je nach Sorte bildet sie weiße, gelbe, orange, leuchtend rote bis dunkelrote Blüten. Einige Sorten klettern, andere wachsen eher krautig.

Ihr Geschmack ist der Gartenkresse sehr ähnlich, weshalb sie zu Salaten, in Quark oder Dipps und auf Broten gar köstlich schmeckt. Auch ihre Blüten sind essbar und hervorragend zur Dekoration geeignet.

Sie enthält Senföle, die antibakteriell wirken, was ihr die Verwendung in der Hausapotheke sichert. Innerlich wir sie vor allem bei Atemwegs- und Harnwegsentzündungen eingesetzt. Ihr hoher Gehalt an Vitamin C stärkt außerdem das Immunsystem. Äusserlich findet sich bei Muskelverspannungen Anwendung. Sie wirkt gewebereizend und durchblutungsfördernd.

Übertreiben sollte man es jedoch nicht. Bei übermäßiger Einnahme von Senfölen können sich Resistenzen entwickeln wie beim Antibiotika. Und die gewebereizende Wirkung kann bei übermäßigem Konsum auch den Darm reizen. Verwenden Sie die Kapuzinerkresse also wie ein Gewürz nicht wie ein Lebensmittel, dann bereichert sie garantiert Ihren Speiseplan.

Lassen Sie die Samenkapseln einfach ausreifen. Die Samen fallen zu Boden und können einfach eingesammelt und im nächsten Jahr wieder auf´s neue gesät werden.