Nutzgarten

Tanja Hammerl - Der Nutzgarten

Was gibt es schöneres als Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten zu ernten. Der Nutzgarten ist für viele das El-Dorado unserer Zeit. Auch im Hinblick auf eine dringend erforderliche Agrarwende ist ein eigener Nutzgarten eine sinnvolle Alternative und Ergänzung zu gekauften Nahrungsmitteln.

Davon abgesehen ist es einfach herrlich die eigenen Äpfel, Birnen, Zwetschgen und Kirschen zu Marmelade, Saft und Kuchen zu verarbeiten. Für die Gemüsepfanne einfach mal schnell in den Garten zu gehen und die erforderlichen Zutaten zu holen, oder die geliebten Rosmarinkartoffel mit einem Zweig vom eigenen Strauch zu verfeinern.

Ja, auch auf kleinem Raum lässt sich das eine oder andere schon verwirklichen. Tomaten zum Beispiel können hervorragend im Topf gezogen werden, Kräuter sowieso. Aber auch Erdbeeren, Stachelbeeren, Bohnen, Auberginen und eine Vielzahl verschiedener Salatsorten gedeihen wunderbar im Topf. Gerade bei Erdbeeren hat man noch den Vorteil, dass die Schnecken erst gar nicht an die leckeren Früchte kommen. Kein Wunder also, dass der aktuelle Trend in Richtung Urban Gardening geht. Auch in der Stadt wird inzwischen gegartelt, was das Zeug hält.

Auf dem Land ist ein eigener Nutzgarten meist sowieso Pflicht, ganz normal eben. In den Siedlungen und Randgebieten der Stadt gibt es neben Beerensträuchern zunehmend wenigstens ein Gemüsebeet. Man nutzt eben was man hat.

Mein Nutzgarten teilt sich in Obst, Gemüse und Kräuter, wobei teilt nicht das richtige Wort ist. Zwei Apfelbäume, drei Kirschbäume, ein Birnbaum und ein Zwetschgenbaum stehen verstreut über alle Teile des Gartens. Rote und schwarze Johannisbeere, sowie Stachelbeeren und Himbeeren finden sich im Westgarten bei den halbschattigen Gemüsebeeten. Dann habe ich noch eine Maibeere bei den Rhododendren stehen. Erdbeeren sind im Topf und die Brombeeren räkeln sich am Sichtschutz zum Pavillon.

Zwei Haselnusssträucher bieten Eichhörnchen und Vögeln Nahrung und Schutz und ein Walnussbaum wird in Kürze gepflanzt. Eine blaue Weintraube, schon relativ alt, rankt im Ostgarten an einem stabilen Spalier. Sie liefert uns jedes Jahr mehrere Liter köstlichen Traubensaft.

Auch mit Salat und Gemüse versorgen wir uns jedes Jahr ausgiebig. Tomaten, Gurken, Paprika, Zuchini, Auberginen, Bohnen, Kohlrabi, Lauch, Sellerie, Topinambur, Endivien und Kopfsalat sind meist das Standardsortiment. Daneben experiementiere ich mit roter Beete, Kartoffeln, Erbsten/Zuckerschoten, Möhren, Brokkolie, Kürbis und anderen Salatsorten.

Zahlreiche Küchen- und Heilkräuter vervollständigen das Angebot für uns und alle Gartenbewohner.