Oregano

Der Oregano oder Dost gedeiht in unseren heimischen Gärten prächtig. Manchmal fast zu prächtig, denn hält man ihn nicht ein weinig im Zaum, hat er die Angewohnheit sich massiv auszubreiten. Dabei fällt es einem nicht leicht die blütenreichen, aromatischen Pflanzen auszureißen. Verbinden wir doch ein verträumtes Urlaubsgefühl mit diesem Kraut, das aus der mediterranen Küche nicht wegzudenken ist. Keine Pizza ohne Oregano. Und auch sonst findet der Oregano den Weg in zahlreiche Gerichte.

Schön, lecker, gesund und eine Bienenweide, das alles vereint der Oregano.

Seine Blüten locken unzählige Bienen und andere Bestäuber. Ein weiterer Grund ihm einen Platz im Garten zu gewähren. Am besten in der nähe der Gemüsebeete, dann haben es die Helferlein nicht weit und der Ertrag ist um einiges größer. Auch die einzelnen Früchte bilden sich besser aus, wenn eine Vielzahl an Bienen die Bestäubung unternimmt. Verkrüppelte Früchte sind häufig ein Hiweis auf Innzucht.

Auch in der Apotheke findet der Dost seinen Platz. Er enthält vor allem Thymol, Carvacrol, p-Cymol sowie Gerb- und Bitterstoffe. Die äherischen Öle wirken sich vor allem positiv auf den Magen-Darm-Trakt aus und lindern etwa Verdauungsbeschwerden. Auch bei Entzündungen der Athemwege findet der Oregano Anwendung.

Im Garten mag er es am liebsten vollsonnig auf eher kalkigem Boden. Dann bildet er besonders viel Aroma aus und ist für die Küche würziger. An ungeliebten Standorten dümpelt er eher dahin und schmeckt fade. Das meiste Aroma hat der Oregano, wenn er in voller Blüte steht und in getrocknetem Zustand. Dazu hängt man ihn in Büscheln an einen luftigen Ort. Frisch eignet er sich aber auch für Salate, Quark und Dipps. Auch für Tomate-Mozzarella kann er verwendet werden, wenn mal kein Basilikum zur Hand ist.

Die Vermehrung übernimmt er meist selber und das reichlich. Zurückschneiden sollte man ihn aber erst im Frühjahr kurz bevor er wieder austreibt. Das hilft den heimischen Vögeln, die im Winter gerne seine Samen verzehren. Auch den Insekten bieten die abgestorbenen Stauden ein Winterquartier.