Planung

Eines möchte ich vorausschicken: Die Natur findet immer ihren Weg. Also arbeiten Sie niemals gegen die Natur, sonder immer mit der Natur. Es wäre Kräftezehrend und am Ende würden Sie diesen Kampf sowieso verlieren. Also machen Sie sich die Natur zu Nutze und gehen Sie mit ihr in eine Symbiose.

Analyse

Bevor Sie mit der Planung eines Gartens anfangen müssen Sie erst die Gegebenheiten untersuchen. Vereinfacht gesagt: Schaue was Du hast und dann überlege was Du machst!

Folgende Fragen sind dafür zu beantworten:

  1. Wie groß ist die Fläche, die mir zur Verfügung steht?
  2. Wo und wieviele Gebäude, Wege etc. stehen darauf?
  3. Sind Teile evtl. schon angelegt? Gibt es Bäume, Sträucher etc.?
  4. Wie sind die Sonnenverhältnisse für die einzelnen Abschnitte?
  5. Wie setzt sich der Boden zusammen? Ist er lehmig, humos, kiesig, sandig, sauer, kalkig oder anderes?
  6. Was sind meine persönlichen Präferenzen und Vorlieben? Möchte ich lieber einen Ziergarten mit Blumen, Sträuchern, Gräsern oder will ich etwas ernten, mich selbst versorgen und so weiter?

All diese Fragen nehmen Einfluss auf die Einteilung des Gartens, auf die Auswahl der Pflanzen, die dort am besten wachsen und was evtl. zur Verbesserung des Bodens getan werden muss.

Planung hin oder her. Mit einem Garten ist man im Prinzip nie fertig. Er ist ein laufendes Projekt. Was heute für diese Stelle ideal war, kann morgen schon viel besser an einer anderen Stelle wachsen. Ja so ist das. Klar sollte die grobe Struktur langfristig angelegt sein, aber es gibt einfach jedes Jahr viele externe Einflüsse auf die man sich einstellen sollte. Sei es das Wetter, der Nachbar oder Renovierungsarbeiten oder schlicht die Fruchtfolge, die es einzuhalten gilt.

Schon ein schmales halbschattiges Eckchen lässt sich in eine kleine grüne Oase verwandeln. Akelei, Vergissmeinnicht, Farne, Hortensien und andere Pflanzen vertragen gut Halbschatten bis Schatten.

Mir steht zum Glück ein großer Garten zur Verfügung. Wegen der Gebäude ist er in verschiedene Bereiche aufgeteilt. Einige Bäume waren auch schon da, diese musste ich in meiner Planung ebenfalls integrieren. Die top-optimale Einteilung eines Permakulturgartens war genau aus diesem Grund leider nicht möglich. Das ist bei einer völlig frei planbaren Fläche einfacher. Aber trotzdem ließ und lässt sich aus meinem Garten doch so einiges machen.

Weil mir also einige an verschiedenen Gartenflächen und Ecken zur Verfügung stehen, gibt es bei mir Nutzpflanzen genauso wie Zierpflanzen. Neben Obstbäumen und -sträuchern finden sich Ziersträucher, Gemüsebeete, Blumenarrangements, Kräuter, Grasflächen, ein Gewächshaus und ein Tomatenhäuschen.