Topinambur

Wunderschön im Sommer und köstliches Gemüse im Winter, das ist die Topinambur. Ein altes Gemüse neu entdeckt.

Die Topinambur, mancherorts auch Erdbirne genannt ist eine der am leichtesten zu kultivierenden Gemüsepflanzen. Hübsch anzusehen ist sie noch dazu. Der Korbblütler ist eine Sonnenblumenart und kann stattliche 3 Meter hoch werden. In zahlreichen Gärten hat sie als Zierpflanze bereits Einzug gehalten, dass man sie auch essen kann verbreitet sich erst jetzt wieder zunehmend.

Ursprünglich aus Südamerika stammend wurde sie bereits im Mittelalter vor allem als Tierfutter verwendet. Verwendet werden von der Topinambur, wie bei der Kartoffel, die Speicherknollen. Leider ist sie nicht sehr lagerfähig und muss nach der Ernte bald verzehrt werden, weshalb sich damals die Kartoffel gegenüber der Topinambur durchsetzte.

Auch Schnaps wurde und wird aus der schmackhaften Knolle gebrannt. Sie kann roh im Salat oder gekocht ähnlich wie Kartoffeln gegessen werden. Ihr Geschmack ähnelt einer Kreuzung aus Kartoffeln und Kohlrabi. Manche erinnert er auch an Artischocken, weshalb sie auch Israelartischocke genannt wird.

Mit Salz, Gewürzen und der Zugabe von Fett (Öl, Butter) kann sie zu köstlichen Gerichten verarbeitet werden. Und gesund ist sie außerdem. Ihr hoher Anteil an Innulin in Kombination mit wenig Kohlenhydraten macht sie besonders für Diabetiker zum idealen Nahrungsmittel. Durch die Verstoffwechselung im Dickdarm kann der Genuss aber auch zu verstärkten Winden in der Hose führen.

Tanja Hammerl - Topinambur
Die Topinambur kann eine stattliche Höche von 3 Metern erreichen.

Der Anbau von Topinambur verlangt dem Gärtner keine besonderen Kenntnisse ab. Einfach einige Knollen im Beet verteilt in die Erde stecken, angießen und fertig. Sie wächst meist gut an und im Folgejahr kann schon geerntet werden. Die Erntezeit erstreckt sich von November bis April, dann fangen die Knollen wieder zu treiben an.

Wie schon erwähnt, lassen sich Topinambur schlecht lagern, deshalb bleiben sie den ganzen Winter im Boden. Ein hervorragendens Wintergemüse also, das immer wenn der Boden nicht gefroren ist, ganz frisch aus der Erde geholt werden kann. Dazu einfach mit einer Grabgabel die Erde lockern und die Knollen einsammeln. Die kleineren bleiben einfach im Boden und bilden die Saat für das folgende Jahr.

Topinambur haben die Angewohnheit sich auszubreiten. Manche raten zu einer Rizomsperre, was aber nicht wirklich nötig ist. Will man die Pflanze wieder los werden, muss man einfach alle frischen Triebe regelmäßig kappen. Mit dem Messer, dem Rasenmäher oder dem Rasentrimmer, dann gibt sie bald auf.